Wenn Du auf Deinen bisherigen Werdegang zurückblickst: Gab es einen Moment, in dem Dir klar wurde, dass der ursprünglich eingeschlagene Weg nicht mehr der richtige für Dich ist?
Ich komme ursprünglich aus dem Lehramt, hatte viel Spaß im Studium und auch im Referendariat. Aber als ich tiefer ins Schulsystem eingestiegen bin, wurde mir klar, dass ich langfristig nicht in dieses Konzept passe. Während des Referendariats ist dann der Gedanke gereift, einen anderen Weg einzuschlagen. Erst als ich alle Perspektiven kennengelernt hatte, konnte ich reflektiert entscheiden: Das ist nicht das Richtige für mich.
Ein Quereinstieg bedeutet ja, einen vertrauten Weg zu verlassen. Welche Gedanken und Erwartungen hattest Du in dieser Phase – und was hat Dir den Mut gegeben, einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen?
Natürlich war der Weg vorher klar: Studium, Referendariat, dann Lehrer. Aber je mehr ich das System kennengelernt habe, desto deutlicher wurde, dass ich mich unter anderen Rahmenbedingungen beruflich entwickeln möchte. Der Mut kam weniger aus einer spontanen Entscheidung, sondern aus der Gewissheit, dass ich mich nicht durch etwas zwingen möchte, das langfristig nicht funktioniert. Diese tiefgreifende Erkenntnis war meine Motivation, bewusst einen Schlussstrich zu ziehen und mich neu zu orientieren.
„Schon im ersten Gespräch hatte ich den Eindruck, dass man sich Gedanken macht, wo meine individuellen Stärken liegen und wie man mich gewinnbringend integrieren kann.“
Philipp Baumgärtner, Business Technologies & HR-Training Specialist, Gleiss LutzViele Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger fragen sich, wie offen Unternehmen wirklich für nicht-lineare Lebensläufe sind. Wie hast Du den Bewerbungs- und Einstiegsprozess bei Gleiss Lutz in dieser Hinsicht erlebt?
Sehr positiv. Ich habe Lehramt studiert und mich dann für eine Karriere in der IT interessiert – eine komplett andere Richtung. Gleiss Lutz war tatsächlich meine erste und einzige Bewerbung, und ich habe sehr schnell Rückmeldung bekommen. Schon im ersten Gespräch hatte ich den Eindruck, dass man sich Gedanken macht, wo meine individuellen Stärken liegen und wie man mich gewinnbringend integrieren kann. Das Feedback war bestärkend, und ich habe gemerkt: Hier sieht man mein Potenzial, auch wenn der Weg vielleicht nicht ganz geradlinig ist.
Heute arbeitest Du im Bereich Business Technologies & HR-Training. Welche Kompetenzen oder Erfahrungen aus Deinem früheren Studium kannst Du in Deiner aktuellen Rolle nutzen?
Sehr viele. Aus der Germanistik bringe ich ein sehr ausgeprägtes Sprachgefühl mit – exzellente Kommunikation ist bei Gleiss Lutz zentral. Mein didaktischer Hintergrund hilft mir bei der Aufbereitung von Trainingsmaterialien und bei Lernprozessen. Die Fähigkeit, mit unterschiedlichen Gruppen umzugehen und zu interagieren, habe ich aus dem Lehramt mitgenommen. Das sind alles Kompetenzen, die ich tatsächlich täglich einsetze.
Quereinstieg bedeutet häufig Lernen „on the job“. Wie hast Du die Unterstützung durch Kolleginnen, Kollegen und Führungskräfte bei Deiner Entwicklung erlebt?
Ausgesprochen positiv. Von Anfang an gab es eine klare Struktur und viel Austausch. Ich wurde nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern Schritt für Schritt herangeführt. Meine Einarbeitung folgte einem klaren Konzept: Zunächst beobachten, dann begleiten und schließlich eigenständig übernehmen. Dadurch war ich in keinem Moment überfordert. Gleichzeitig wurde an meine Stärken angeknüpft, sodass ich schnell das Gefühl hatte, etwas beizutragen – das hat meine Lernkurve enorm beschleunigt.
Du studierst wieder parallel zu Deiner Tätigkeit. Was hat Dich dazu motiviert – und wie unterstützt Gleiss Lutz die Vereinbarkeit von Arbeit und Weiterbildung?
Ich wollte mich weiterqualifizieren und habe mich daher für ein Fernstudium in Wirtschaftsinformatik entschieden. Gleiss Lutz war dabei sehr offen: Wir haben gemeinsam eine flexible Lösung gefunden. Zunächst habe ich für das Studium auf Teilzeit reduziert, später wieder auf Vollzeit erhöht. Zwei Homeoffice-Tage pro Woche erleichtern zusätzlich die Organisation. So kann ich meine Aufgaben voll verantwortlich wahrnehmen und das Studium parallel vorantreiben.
„Der lineare Karriereweg ist längst nicht mehr Standard. Unternehmen schätzen unterschiedliche Erfahrungen. Natürlich muss man die Unsicherheit überwinden, einen vertrauten Weg zu verlassen.“
Philipp Baumgärtner, Business Technologies & HR-Training Specialist, Gleiss LutzRückblickend: Was würdest Du Menschen raten, die mit dem Gedanken spielen, einen nicht-linearen Karriereweg einzuschlagen oder sich auf einen Quereinstieg einzulassen?
Der lineare Karriereweg ist längst nicht mehr Standard. Unternehmen schätzen unterschiedliche Erfahrungen. Natürlich muss man die Unsicherheit überwinden, einen vertrauten Weg zu verlassen. Hilfreich ist, sich vorher Gedanken zu machen, wohin man möchte – aber man muss nicht alles perfekt planen. Mut zur Veränderung ist entscheidend, und man wird überrascht sein, wie viele Synergien sich ergeben, auch wenn der neue Weg zunächst konträr wirkt.
Warum ist Gleiss Lutz aus Deiner Sicht ein attraktiver Arbeitgeber für Talente, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen?
Weil Gleiss Lutz offen für interessante Profile und Persönlichkeiten ist und dann auch gemeinsam individuelle Karrierewege mit den Talenten erarbeitet. Vertrauen ist hier natürlich auch an Leistung geknüpft: Wer liefert, bekommt mehr Verantwortung und Freiräume. Gleichzeitig überrascht die Vielfalt an Tätigkeitsfeldern im Bereich der Business Services, die weit über das hinausgeht, was man von einer Kanzlei vielleicht im ersten Moment erwarten würde. Die Kombination aus Offenheit, Anspruch und Entwicklungsmöglichkeiten macht Gleiss Lutz besonders attraktiv für einen Quereinstieg.