Du bist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Gesellschaftsrecht sowie Doktorandin und Lehrbeauftragte an der DHBW. Wie schaffst Du es, neben diesen anspruchsvollen Aufgaben noch eine Fitness-Routine in Deinen Alltag zu integrieren? Ist diese vielleicht sogar unverzichtbar?
Definitiv unverzichtbar! Sport ist für mich mehr als nur Bewegung. Er bringt Freude in meinen Tag und hilft mir, den Kopf freizubekommen. Ich integriere Sport morgens nach dem Aufstehen oder abends nach der Arbeit. Tagsüber bleibt tatsächlich kaum Zeit. Das Wochenende ist für lange Läufe oder Radtouren geblockt.
Gib uns einen Einblick in Dein Sportprogramm.
Ich trainiere zweimal pro Woche im Gym mit Fokus auf Kraft- und Stabilitätstraining – auch zur Verletzungsprävention beim Laufen und Rennradfahren. Daneben kommt regelmäßiges Lauftraining. Wenn ich mich gerade auf einen Triathlon vorbereite, kommen noch entsprechend Rad- und Schwimmeinheiten hinzu.
Wann hast Du mit dem Sport angefangen?
Schon immer, ich kann mich an keine Zeit ohne Sport erinnern. Ich habe viele Sportarten ausprobiert: Volleyball, Tennis, Turnen. Meine jetzige Routine hat sich über die Jahre entwickelt und hat sich vor allem deswegen etabliert, weil sie durch die unterschiedlichen Sportarten so abwechslungsreich ist. Als Letztes kam vor ein paar Jahren das Rennradfahren dazu.
Was fasziniert Dich daran?
Das Großartige am Rennradfahren ist, dass man einen ganzen Tag damit füllen kann. Manchmal bin ich fünf, sechs oder sogar acht Stunden unterwegs. Dabei kann man neue Orte entdecken. Im Gegensatz zum Laufen, wo man oft dieselben Strecken nimmt. Beim Radfahren kommt man weiter und sieht dadurch mehr.
Welchen Raum nimmt aktive Gesundheitsvorsorge in Deinem Berufsalltag ein?
Ich würde sagen, sie zeigt ihre Wirkung mehr in meinem Berufsalltag, als dass sie dort aktiv Platz findet. Durch Sport geht es mir besser. Ich bin konzentrierter und ausgeglichener. Er ist mein Ausgleich zu den vielen Denkaufgaben im Job.
Drei Dinge, die Du für Dein Wohlbefinden brauchst und welchen Beitrag leistet Gleiss Lutz dazu?
- Sport steht für mich an erster Stelle.
- Ruhe und Zeit zum Abschalten, um meine Akkus wieder aufzuladen.
- Ein funktionierendes Sozialleben, beruflich und privat.
Gleiss Lutz trägt dazu bei, dass ich mich an meinem Arbeitsplatz wohlfühle. Ich schätze meine Kolleginnen und Kollegen sehr und finde es toll, dass hier Gesundheitsvorsorge aktiv gefördert wird – sei es durch Firmenläufe, die Laufanalyse oder die subventionierte Fitnessstudio-Mitgliedschaft. Ich würde mir noch mehr sportliche Teamevents wünschen, wie gemeinsame Wanderungen oder Klettertouren.
Du hast letztes Jahr am Halbmarathon des Stuttgart-Laufs teilgenommen. War das für Dich eine große Challenge oder Routine?
Ich glaube, jede längere Distanz macht einen ein bisschen nervös. Ich war zwar guter Dinge, die Distanz zu schaffen, ich wollte aber gerne eine neue Bestzeit laufen und das war definitiv eine Herausforderung.
Wie bereitest Du Dich auf solche Wettkämpfe vor, hast Du bestimmte Rituale oder Trainingstools? Und gibt es einen Geheimtipp für Laufanfänger/innen?
Das wichtigste „Tool“ ist einfach: laufen gehen! Ich trainiere drei bis vier Mal pro Woche mit einer Mischung aus schnellen und langsamen Läufen vor einem Halbmarathon. Zusätzlich ist für mich laufspezifisches Krafttraining essenziell. Es hilft nicht nur beim Tempo, sondern vor allem, um verletzungsfrei zu bleiben.
Mein Tipp für Anfänger: Mit langsamen Läufen beginnen, mit einer soliden Grundausdauer wird man später fast von alleine schneller. Außerdem sind Kraft- und Stabilitätsübungen unverzichtbar. Daneben sollte man die Regeneration nicht vernachlässigen. Sie ist genauso wichtig wie das Training selbst.
Ich tracke meine Einheiten, um Fortschritte zu sehen. Beim Laufen höre ich oft Musik oder Podcasts, das hilft mir gerade bei langen Läufen. Aber das funktioniert noch besser, wenn man mit einer Laufpartnerin unterwegs ist.
Siehst Du Parallelen zwischen Sport und Deinem beruflichen Weg?
Ja, Durchhaltevermögen ist in beiden entscheidend. Es geht nicht darum, jeden Tag perfekt zu performen, sondern stetig dranzubleiben. Ein mittelmäßiger Lauf ist immer noch besser als keiner. Genauso wie auch kleine Fortschritte bei der Doktorarbeit zum Ziel führen.
Was war bisher Dein größtes sportliches Highlight?
Ich würde sagen, der Spendenlauf von STELP e.V. 2025. Ich bin vier Stunden gelaufen und konnte dabei noch Spenden für einen guten Zweck sammeln. Das war toll, weil nicht nur die eigene Leistung im Mittelpunkt stand, es weniger um Bestzeiten ging und mehr darum, gemeinsam einen möglichst hohen Betrag zu erlaufen.
Mit Blick in die Zukunft: Wenn Dein Ziel wäre, in 10 Jahren gesund und fit zu sein – was müsste Dein Lebensweg bis dahin unbedingt beinhalten?
Drei Dinge: Ein intaktes Sozialleben, einen fordernden Berufsalltag und genug Zeit für Sport. Mit dieser Kombination werde ich vermutlich ziemlich alt.
Das Gespräch führte Sarah Neitzel 2025.
Der Text wurde für die Veröffentlichung auf der Website 2026 von der Redaktion aktualisiert.